Die Reform des Wehrdiensts in Deutschland führt dazu, dass die Musterung wieder verpflichtend wird, aber der Wehrdienst weiterhin freiwillig bleibt. Beratungsstellen für Kriegsdienstverweigerungen passen ihre Empfehlungen an die neuen Regelungen an, da viele junge Menschen Rat suchen.
Junge Männer sollen ab 2026 verpflichtend einen Fragebogen ausfüllen, Frauen können freiwillig teilnehmen. Ab Mitte 2027 wird die Musterung wieder für Männer ab Jahrgang 2008 zur Pflicht. Beratungsstellen raten nun wieder zu Anträgen auf Kriegsdienstverweigerung gemäß Artikel 4, Absatz 3 des Grundgesetzes. Aufgrund internationaler Konflikte ist die Anzahl der Kriegsdienstverweigerer wieder gestiegen. Eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht wird diskutiert, falls sich nicht genügend Freiwillige für den Wehrdienst melden.
Die Diskussion um die Wehrdienstreform und die mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht führt zu Unsicherheit und einem gesteigerten Interesse an der Kriegsdienstverweigerung. Beratungsstellen spielen eine aktive Rolle bei der Aufklärung von Jugendlichen über ihre Rechte und Optionen, um sie bei Bedarf zur Kriegsdienstverweigerung zu ermutigen.

