In den letzten Jahren ist die Anzahl der Mieter in Deutschland signifikant angestiegen, und aktuell leben mehr als 44 Millionen Menschen zur Miete im Land. Dieser Anstieg um drei Millionen Mieter in den letzten fünf Jahren verdeutlicht die Ausmaße der Wohnungskrise, die viele Bürger des Landes betrifft. Insbesondere die hohen Wohnkosten belasten rund 13,2% der Mieter extrem, während 29% fürchten, sich zukünftig die Mieten nicht leisten zu können.
Verglichen mit anderen europäischen Ländern bleibt die Eigenheimquote in Deutschland niedrig. Diese Situation hat den Deutschen Mieterbund dazu veranlasst, politische Maßnahmen zu fordern, die die Wohnsituation verbessern und das Armutsrisiko in Verbindung mit steigenden Mieten reduzieren sollen. Zu den geforderten Maßnahmen gehören die Mietpreisbremse und eine verstärkte Wohnungsbauoffensive, um den Wohnungsmarkt zu entlasten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Interessanterweise zeigen sich regionale Unterschiede in den Mietkosten. Während beispielsweise Berlin eine Mietquote von 84% aufweist, liegt sie in ländlichen Regionen unter 40%. Nach Umzügen in Großstädten beträgt die Mietbelastung im Durchschnitt etwa 25%, bei Alleinlebenden steigt diese sogar auf über 40% an.
Die Erkenntnis, dass die Wohnungskrise nicht nur die ärmsten Bevölkerungsschichten betrifft, sondern auch die breite Mitte der Gesellschaft, unterstreicht die Dringlichkeit des Handelns. Der Deutsche Mieterbund setzt sich für eine sozial gerechte Lösung ein, um die Wohnsituation zu stabilisieren und allen Mietern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

